Wigi on tour

1. Juli 2009 15km Tashkent

Am Morgen unglaubliches Morgenessen. Danach aus 5Stars ausgezogen. Receptionist meinte zu wissen, wo die Schweizer Botschaft sei. Mit Karte und Strasse ausgeruestet dahin gefahren: Ach, das ist ja das Rote Kreuz. Ganz ans andere Stadtende, zur Schweizer Botschaft. Keiner weiss wo, Adresse gibt es nicht... Endlich ein Polizist, der telefoniert aufs Buero, und findet sie. Adresse stimmt, aber Strasse hat inzwischen ab der Haelfte den namen geaendert, weil wahrscheinlich zu wenig Helden da sind. Mein Teil der Strasse heisst jetzt anders...

Dann fahre ich halt morgen zur chinesischen, kirgisischen Botschaft und zum Visaverlaengerigsbuero...

 

2.Juli 2009 18km Tashkent

Velotour zu Chinesischer Botschaft (Mo, Mi, Fr...) Kirgisischer Botschaft (Mo, Mi, Fr), Ministerium fuer Visaangelegenheiten (Nicht zustaendig fuer Visaverlaengerung) und Bank (erfolgreich!!!!). Zurueck zu Schweizer Botschaft und ins Hotel. Nachmittag gibts wohl einen Stadtbummel.

 

3. Juli 2009 35km Tashkent

Ach, so ganz ohne Gepaeck faehrt sich ja mit viel Spass Velo. War aber heute mein einziger Spass. Eine Stunde vor Oeffnung der Chinabotschaft davor. Fuer mich kein Ticket, aber auch keines fuer die Franzosen, die mit ihrem Tamdem zum dritten Mal anstehen... tippd von ihrem einheimischen Fuehrer erhalten fuer Montag. Um halb zehn vor Kirgisischer Botschaft, um zehn oeffnet sie, um elf zur Bank fuer die Einzahlung der Visagebuehr. Danach in ganz anderen Stadtteil zu Usbek tourisme, um Empfehlungsschreiben fuer Visa-Verlaengerung zu holen, danach ans andere Stadtende zum Ministerium fuer Visaangelegenheiten. Fighten, dass ich fuer meine maximale Visaverlaengerung von zwei Wochen nicht zwei Wochen warten muss (macht ja nicht so sinn, da ich es wieder hier in Tashkent abholen muesste...). Danach Fahrt zum Flughafen, wo das in einem Tag moeglich sei. Am Flughafen vier Stunden fighten (auf Beamte einreden, anflehen, verzweifeln, alle Tricks: am besten funktioniert einfach mit einem Schwall englischer Woerter auf die voellig ueberforderten Beamten einzureden, bis sie aufgeben...). Am Ende geben sie auf, obwohl, damit sie das Gesicht nicht ganz verlieren, erhalte ich nur 13 Tage. Immerhin. Ein Problem weniger

 

4. Juli 2009 10km Thashkent

Sightseeing, Mann kennengelernt, der mich zu sich nach Hause einlaedt. Kuenstlerfamilie im Traditionellen Quartier. Im Garten Boregg gegessen, geschwatzt, Gitarre gespielt ung geschlafen (wollte sowieso Hotel wechseln). Ganz spannende Familie: Soehne Maler, Vater Schrifsteller und Uebersetzer, und im Park werden von der Mutter die Bilder verkauft.

 

5.Juli 2009 12km Tashkent.

Bis Mittag bei Familie, danach bei Chinesicher Botschaft eintragen fuer Morgen. Hotel gesucht und anschliessend zurueck zu meinen Freunden fuer das Abendessen. Uebernachten im Hotel, da ich (bei androhung von 500Dollar Busse) bei Ausreise beweisen muss, wo man uebernachtete, und nicht zwei Hotelavis hintereinander fehlen duerfen....)

 

6. Juli 2009 Tashkent

Um 7.30 Uhr vor Botschaft. Nette Britten kennen gelernt. Vergeblich bis zwoelf Uhr gewartet. Obwohl man sich auf einer Warteliste eintragen muss, entspricht die Abfolge keiner Logik. Entweder man ist mit den Polizisten draussen persoenlich bekannt, oder man ist jung, weiblich und blond... leider fehlt mir beides. So gehen heute alle Touris ohne Visum heim. Mittwoch nochmals, evt. Freitag, und dann muss ich aufgeben. Suche mir Hilfe bei Schweizer Botschaft.

Am Abend mit Briten teuer Essen (also richtig Nobel, fuer 18$ inkl. Wein und Bier, was hier, bei 300$ normalem Monatslohn wirklich Nobel ist). Briten haben eine Travel Agency gefunden, die fuer 200 anstatt 100$ das Chinavisum ohne Problem auftreiben kann, dank guter Beziehung zur Botschaft. Fahre da Morgen mal hin.

 

7. Juli 2009 Tashkent

Was meine britischen Freunde da fuer ein Visum besorgen, war mir nicht ganz geheuer. In einem Kellerraum 200$ und den Pass zu hinterlassen, in der Hoffnung, das Visum so zu bekommen, getraue ich mich nicht. Das ganze riecht illegal, und ich moechte mir ja keine Probleme machen...

Also gehts morgen nochmals zur Botschaft. Die News im Internet sind aber extrem schlecht: Gewalt Pur in Xinjiang. Ich maile der Schweizer Botschaft in China... Antworten nicht gerade aufbauend. Mir ist zum heulen, so kurz vor dem Ziel nur wegen dieser Unruhen nicht nach China radeln zu koennen. Bishkek ist zwar weiter weg, aber toent einfach nicht wie Kashgar...

Briten laden mich zum Trost zum chinesisch Essen ein.

 

8. Juli 2009 Tashkent

Nochmals morgen vor der Botschaft. Neueste Informationen der Tourist, diesich eine Nummer erkauft haben: Kein Visa auf dem Landweg, wegen Unruhen nur noch mit dem Flugzeug nach Xinjiang. Also ist mein Traum definitiv vorbei. Am Nachmittag nochmals grosse Waesche und Schlafen... und verdauen der Information.

Am Freitag gibst Kirgisistan-Visum, dann radle ich Richtung Bishkek los...

 

9. Juli 2009 Tashkent

Am Morgen Radtour, um Fit zu bleiben, danach ins Hotel meiner britischen Freunden gewechselt. Ganzer Nachmittag "Shithead" gespielt, ein spannendes Kartenspiel (muss ich in der Schweiz auch einfuehren...)

 

10 Juli 2009 Tashkent

 

Um zehn Uhr bei der Kirgisischen Botschaft: Kyrgys Embassy: We are closed. Please come back Monday...

 

11.Juli 2009 Tashkent - Natur pur... 132km 1300Hm

Habe beschlossen, bis auf den Pass zu fahren, und dann am Sonntag abend mit dem Taxi zurueckzukommen. Hat unglaublichen Spass gemacht, wieder einmal zu fahren. Hatte, nach den unendlichen Ebenen ein wenig angst vor den Bergen, aber unberechtigt. An traumhaftem Bergbach gezeltet.

 

12. Juli 2009 ????? -????? 38km 1000Hm.

Letzter Aufstieg zum Pass. Erst flaecher, dem Bergbach nach, machte viel Spass, weil es lief. Nachdem es Rechts weg ging wurde es unter einmal steil, mit bis zu angeschriebenen 15%. Ist eher zu steil, um mit Gepaeck und Spass zu fahren. Hochgewuergt bis zum Tunnelportal... Ach, Passstrasse geht 250Hm weiter unten rechts weg. Zurueck, und bereits um 2Uhr Velo in Strassenmeisterei eingschlossen. Taxi zurueck. Wollte 100, ich nur 20Dollar. Fuhr mich die 170km fuer 20 Dollar zurueck und hatte danach Freude an meinen zwei Dollar trinkgeld.

 

13. Juli 2009 Tashkent 8km 200Hm

Am Morgen um 10.30Uhr fuhr endlich der Botschafter zu. Viele Leut, ohne russisch kein Vorlass, um 12 Uhr verdiente Mittagspause, um 4Uhr hatte ich endlich Kirgiesisches Visa. Danach mit Taxi ab zu meinem Velo. 20$, und er war gluecklich. Hat unterwegs noch ein Kilo Apfel fuer mich gekauft, und wir hatten auf der ganzen Fahrt ein Fest. Beim Militaer beim einnachten mein Fahrrad wieder abgeholt, und bis kurz nach Abzweigung zum Pass hoch gefahren. Im Dunkeln Zelt gestellt und gekocht

 

14. Juli 2009 ???? - Uckurgon 164km 350Hm

Am Morgen ueber Kamtschakapass 2242m komisch, nach dem Pass steigt die Strasse weiter an, da die alte Passstrasse ueber Tadjikisches Gebiet fuehrt. Bestbewachte 20km meiner Reise, etwa 5Militaerkasernen beidseits der Grenze. Wunderbar flache Abfahrt auf Hundsmiserablen Strassen (Ach, mein liebes Fahrrad) ins Ferganatal. Breites, flaches Tal, eingerahmt von TianShan und Pamirgebierge. Vor der Grenze in letztem Ort. Schreckliches, viel zu teures Hotel mit Plumpsklo hinter dem Haus.

 

15.Juli 2009 Uckurgon - ????? 108 700Hm

Auf dem Bazar Getreidestengel guenstig erstanden: Aus Amerikanischer Hilfslieferung, Not for Sale. Auf Fahrt zu der Grenze falsch geleitet, nach langem Suchen Grenze gefunden. Anderthalb Stunden fuer Ausreise aus Usbekistan, aber auch nur, weil ich als Tourist ueberall vorgelassen wurde. Kirgisischer Zoll: 2min. Schlagbaum mit zwei Soldaten, ein holziger Bauwagen mit Tisch, Stuhl, Uhr und karrierten A4-Heftern. In ein solches wurden von Hand meine Daten eingetragen: Stempel, und Weg. Lange Fahrt an zwei schoenen Stauseen entlang. Ewiges auf und ab. Gecampt an einsamer Bucht, aber nahe eines komischen Einsiedlers, der mich besuchte. Ich schenkte ihm mein Nescafe, und er war mein neuer Freund.

 

16. Juli 2009 ????- Toktogul 127km 1300Hm

Am Morgen mit Sonnenaufgang abgefahren, ueber kleine Paesse bei Regen nach Toktogul gefahren. Berge, wunderschoene Natur, aber eben, Regen. Gerade bei Einfahrt nach Toktogul erneut Gewitterfront. Hotel, und nicht mehr raus.

 

17.Juli 2009 Toktogul - ???? 61km 2000Hm

Heute durch traumhafte Landschaft (irgendwie guter Abschluss, ist wie ein "Nach-Hause-Fahren", da alles aussieht wie in der Schweiz) alles berghoch mit kleinen Zwischenabfahrten. Passfahren macht mir trotz Gepaeck in dieser Umgebung, alles einem wunderbaren wilden Fluss entlang, richtig Spass. Auf 2900m Hoehe von einer jungen Dame vor einer Jurt auf englisch angesprochen: Ach, hier spricht jemand gut englisch!!! Um 17 Uhr neben Jurt mein Zelt gestelt, zum Essen eingeladen, Tee und das kirgisische Nationalgetraenk, vergorene Stutenmilch, getrunken. 3h gekochte Leber gegessen (3h, und sie war immer noch nicht weich....) und beim Melken, Viehtrieb und Haushalten zugeschaut. Sensationeller Abend. Uebernachtung im Zelt, obwohl ich eingeladne wurde, in der Jurt zu schlafen. Aber die Sechskoepfige Familie fuellt die Jurt alleine...

 

18. Juli 2009 ???-??? 149km 450Hm

Letzte 300Hm auf zum Bel-Art Pass auf beinahe 3200Hm. Habe mir das irgendwie spektakulaerer vorgestellt. Aber als ich ganz oben war, wollten alle ein Foto mit mir. Nach wohl 100 Fotos hatte ich genug...

Traumhafte Abfahrt auf guter Strasse mit Rueckenwind und nicht all zu steil. 60km bergrunter ohne einmal zu Bremsen, und trotzdem immer mit tollem Speed. Bei Kaffee auf Jack getroffen, Velofahrer aus Canada. Gemeinsam hoch Richtung tunnel. Dank Jacks Russisch haben wir uns informiert. Tunnel ist 5km lang, Pass darueber seit Jahren nicht mehr gewartet und unpassierbar, und die einzige andere Strasse ist grossmehrheitlich unasphaltiert. Wir entschliessen uns gemeinsam fuer den suedlichen Weg mit wunderbarer Berglandschaft, aber schlechten Strassen. Und tatsaechlich, radfahrerisch bietet diese Strasse eine Herausforderung, viel lockeren Sand, Steine, und ganz ganz selten schlechter Asphalt. Mit Jack an wildem Fluss gecampt, traumhafte Stelle.

 

 

19. Juli 2009 109km 500Hm

Traumhaft geschlafen, als ich erwachte, hatte Jack bereits Kaffee gekocht. Wir fahren auf schlechtesten Strassen durch wunderbare Natur runter auf 1600m, und wieder rauf auf 2200m, gleiche Hoehe wie letzte Nacht. Unglaublich, diese unasphaltierte Strasse ist die Hauptverbindungsstrasse fuer 30'000Einwohner, und man sieht alle zehn Minuten ein Auto oder Lastwagen. Einzig in Caek, der Bezirkshauptstadt, hat es einige Autos auf der Strasse. Unvorstellbar.

 

20. Juli 2009 ???- kochkor 79km 500Hm

Langer Aufstieg durch verschiedene Doerfer hoch zum Pass. Danach erst auf unasphaltierter Holperbpiste, danach auf asphaltierter Holperpiste lange Abfahrt. Es lief genial, fahrradfahren macht echt Spass. Hier in Kochkor, der ersten Stadt mit Internet hier in Kirgisien, uebernachtet, da sich Jacks und mein Weg hier trennen. Habe wirklich einen neuen Freund gefunden.

 

21. Juli 2009 Kochkor

Am Morgen nach Morgenessen entschieden, gemeinsam mit Jack noch einen Tag hier zu bleiben, Kleider zu reinigen, erholen und geniessen, bevor sich morgen unsere Wege trennen. Velo geputzt (Fluessiger Teer auf STrasse ist nicht gut fuer Fahrrad)

Mit Doris Fiala (FDP) Tee getrunken... echt!!!! OSCE-Mission fuer die Wahlen von Uebermorgen getroffen, unter anderem eben diese Doris Fiala, die sich mir als Doris Fiala vorgestellt hat, und ich habe nicht gewusst, wer das ist....

Morgen Abschied von Jack.

 

22. Juli 2009 Kochkor - ? 143km 500Hm

Abschied von Jack. Zwei Schweizerinnen getroffen, die den gleichen Rueckflug haben. Erst gegen Mittag abgefahren. Lockerer Velotag, Stausee entlang zum Lake Yssy kol, danach ueber Pass und Abfahrt wieder zum See. Am See gezeltet. Ruhiger Tag, ausser das erstmals ein Knacken mich ein klein wenig beunruhigt (ich glaube, es ist im Leerlauf...)

 

23. Juli 2009 ? - Karakol 135km 250Hm

Fuehle mich ausgezeichnet auf meinem Fahrrad. Zwei laengere Halte, und trotzdem um halb fuenf bereits in Karakol. Ersten Selbstbedienungsladen mit guter Auswahl, seit ich hier in Kirgiesien bin. Habe nach Lust und Laune eingekauft: Fruchtsaft, Jogurt, Chips.... alles Produkte, die ich schon lange nicht mehr hatte. Vorraete aufgestockt. Beim bezahlen erschrocken, wie teuer das alles ist, bis ich feststellte, dass ein grosser Sack voll Nahrungsmittel ja trotzdem nur 11$ ist....

Lustig: Ein Liter billiger Vodka kostet weniger als ein Liter Fruchtsaft...

Auf Camping uebernachtet.

 

24.Juli 2009 Karakol - ? 94km 150Hm

Am Morgen Super Fruehstueck im Campingbeizli. Danach lange geplaegert. Habe es ja nicht mehr eilig. Erst gegen ein Uhr auf dem Fahrrad. Es faellt mir schwer, zu verlangsamen, so flach rollt es einfach zu spassig.  Zwinge mich, am Strand Fuesse zu baden und ein Kilo Fruechte zu geniessen. Danach um sieben in Waeldchen gezeltet.

 

25. Juli 2009 82km

Genuessliche Fahrt dem See entlang, langer Mittag und Badehalt. Bereits um 4Uhr an kleinem, uneinsehbaren Sandstrand hinter Gebuesch Zelt gestellt und Abend genossen. Ach, ist zelten schoen.

 

26. Juli 166km ??? - Tokmok

Am Morgen nochmals gebadet und gemuetlich Morgen gegessen. Danach lockere Fahrt nach Balisky. Wollte eigentlich da uebernachten: Aber dieser Hauptort ist haesslicher Industrieort. Also bin ich weitergefahren, erst durch Regen und Sturm, dann durch besseres Wetter. Am Abend hat mich dann der Ehrgeiz gepackt, und es lief toll. Richtig sportliches Rollen. In Totmok, einem ebenfalls eher haesslichen Ort, in einziges Hotel, dass aber glaubs mehr Bordell als Hotel ist....

 

27. Juli 2009 Tokmok-Bishkek 65km

Man glaubts fast nicht: Sogar der Himmel war heute morgen wehmuetig und schickte ein paar Traenen. Voller Wehmut machte ich mich auf die letzten Velokilometer. 25km vor Bishkek dann wie auf Timing war der hinter Reifen so durchgewetzt, dass der Schlauch zum Vorschein kam und so die Luft entwich. Mit Klebband konnte ich meinen Reifen nochmals davon ueberzeugen, den Resten auch noch mitzuspielen. Mein bevorzugtes Hotel ist voll, also diese Nacht ausweiche, dann morgen in Hotel mit Pool und vielen Touristen. Und dann einfach ausspannen.

Neuigkeit

Ostersamstag, 3. April 2010

Bilder und Geschichten im Brauiturm, 19.30Uhr

 

27. Und 28. November 2009 Konzert der Harmonie Hochdorf, ich darf den ersten Teil gestalten....

 

31. Juli 2009

Nach erster Nacht im eigenen Bett -Fotos Kirgistan und Usbekistan hochgelande

 

27. Juli 2009

Bishkek.....

Fotos Usbekistan Teil 2 und Kirgistan (sooooo schoen....) erst Anfangs August. Sorry, aber Bilder hochladen ist hier unmoeglich teuer (1MB fast 1$)

 

23. Juli 2009

Am oestlichsten Punkt meiner Reise angelangt. Jetzt gehts im Touristentempo zurueck nach Bishkek, und schon bald habt ihr mich wieder....

 

21. Juli 2009

Nach dem langen, ungewissen warten macht das Fahrradfahren Spass. Kirgisien ist traumhaft, die Berge sensationell (ersten 3200erPass gefahren...), die Natur ein Traum, und wildes Campen unbeschreiblich. Leider kann ich hier keine Bilder hochladen, Internet steckt da noch in den Kinderschuhen.

 

10. Juli 2009

NEEEEIIIIIIIIIIIIIII, Zettel an der kirgisien Botschaft, heute geschlossen. Visum Montag. Spontan neu entscheiden. Wahrscheinlich jetzt, bald Mittag, no einisch is Hotel met Pool, denn zwee Taeg fahre, ond met em Bus zrogg gos Visum hole....

 

9. Juli 2009

So, morgen gehts wieder aufs Rad, endlich. Habe mich schweren Herzens damit abgefunden, dass ich nicht nach China kann (ist wohl momentan auch besser...)Fahre jetzt, sobald ich morgen das Visum habe, Richtung Bishkek, werden noch das Naturreservat yssz kol besuchen, den See umrunden und dann ab in die Schweiz.

Flug gebucht: Bishkek Zurich via Istanbul, Ankunft Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 17Uhr.

 

8.Jul 2009

Endlich Internetkaffee, wo ich Bilder hochladen konnte. NEUE BILDER USBEKISTAN

News aus der Chinesischen Botschaft: Ich wer heute morgen da, stellen im Augenblick keine Visa aus fuer Einreise auf dem Landweg. Wer nach Westchina will muss fliegen...

 

7. Juli 2009

So kurz vor China, und dann diese Nachrichten.... nach unbestaetigten Medieninformationen ca.100 Tote in Kashgar... Mir ist ums Weinen... jetzt bin ich bis hierher gefahren, und habe mit Behoerden gekaempft, und zum Schluss muss ich meinen Traum, in 4Monaten nach China zu fahren, keine 300km Luftlinie von China einfach beerdigen. Mal schauen, Morgen fahre ich nochmals zur Botschaft, und schaue, was passiert, aber ich glaube kaum mehr daran....

Noch bis Freitag sitze ich hier fest, dann geht es weiter, egal ob mit oder ohne China-Visa...

Kashgar soll noch ruhig sein, den Flug in die Schweiz habe ich mir mal von einem Schweizer Reisebuero heraussuchen lassen, ich glaube, ich fahre trotzdem nach China....