Wigi on tour

1. Mai 2009 131km 950Hm Keskin-Hacibektas

Am frühen Morgen Regen, Zelt an der Sonne trocknen lassen, erst gegen zehn abgefahren. Tolle Hügelige Landschaft. Kurz vor Kirsheri traf iche begeisterten Mountainbiker, der 10km mit mir Mitfuhr. Danach über viele Hügel hoch zum Tagesziel Hacibektas. Türkische Gastfreundschaft: Hotelangestellter Sprach kein ,englisch, zeigte mir aber an der Wand den Preis 25TL. Der Chef, der mich nach dreiviertel ,stunden warten endlich einquecken liess, wollte 50TL, 25TL sei der Preis für Türken....

 

2. Mai 2009 79km 200Hm Hacibektas-Göreme

Am Morgen kurzer letzter Aufstieg, danach rasante Abfahrt nach Kappadokien.... WUAH, unglaubliche Natur... unbeschreiblich...

Anfahrt in den Görem Natinalpark mit Pause im malerischen Avanos. Danach fahrt nach Kelve, mit dem UNO-Weltkulturerbe der Wohnhöhlen, die bis 1950 noch bewohnt waren. Unbeschreiblich, genial, obwohl vollkommen überlaufen. In Göreme, einen Traumhaften Ort, auf Camping. Als einzige Weiter Gaeste Heınz und Max , Berner bzw Walliser. Mit Ihnen zu einer Grosswangerin (Luzia Eggerschwiler), die im Nachbarort mit ihrem türkischen Mann ein Hotel führt, Essen gegangen. (www.lusievi.com). Wunderschön restauriertes kleines Hotel in uraltem Haus, für İndividualtouristen (mache gerne ein wenig Werbung!!!!! Ach, so spannender, lustiger Abend. Aber erst um halb zwei ins Bett, und vor allem, ich mag den  Mlkohol nicht mehr ertragen!!!! Hammer, dieser Tag!!!!!

 

3. Mai 2009 12km Göreme

So, nachdem es fast zwei Uhr wurde gestern, und türkisches Efes-Bier 7,8Volumen-% hat, habe ich nach einem gemütlichen Zmorgen mit Schweizer Butter bei Max und Heinz spontan entschlossen, heute mein feuchter Schlafsack und alle Kleider an der Sonne trocknen zu lassen, und vor allem mein Kaeterchen zu pflegen. Habe nach Stadtbesichtigung gekocht, und bin dann ins völlig überfüllte Freilichtmuseum ın ,göreme gefahren. Danach noch ein wenig abseit der ausgetretenen Pfade Fahrrad gefahren, Waesche gemacht, fein Nachtgegessen, uynd jetz sitze ich hier.....

 

3. Mai 2009 73km 600Hm Göreme-Kayseri

Raege Raege Tröpfli, es Raegnet ned of mis chöpfli, aber nur weil ich im Zelt die Kapuze hochmachte, und danach nie mehr runter. Boah, wenn ich nach Istanbul noch meinte, schlechter könne das Wetter nicht mehr werden, so habe ich nun den Beweis, dass es geht, Zelt bei Regen abgebaut, bei noch mehr Regen auf ca 1500m hoch, 4Grad, nass, kalt, menschenleeres Gebiet. In kalter Tankstelle ein klein wenig aufgewaermt für Abfahrt: Danach bis Kayseri durchgeradelt und in Hotel lange warm geduscht

Kayseri ist ein Skigebiet... ist ja, wie ich inzwischen gmerkt habe, nichts ausergewöhnliches. Aber dass gerade hinter der Stadt noch Schnee auf den Pisten liegt, jetz, anfangs Mai, erstaunt mich nach wie vor.

 

4,Mai 2009 94km 800Hm Kayseri-Pinarbashı

Übers Wetter schreibe ich hier nicht mehr, macht es ja um nichts besser. Aber heute, als mich der nasskalte Gegenwind belaestigte, haette ich zum ersten Mal am liebsten mein Fahrrad das Bord hinuntergeworfen... Ich war einen Mopment den Traenen nahe, und vor allem auf Sinnsuche. Zum Glück kam ich dann weit abseits jeder Zivilisation zu einer Tankstelle mit einem lustigen Tankwart, der extra für mich seinen Holzofen auffüllte und Tee servierte.

Abgekaempft nach Pınarbası gekommen, einziges Hotel verlangte viel Geld, aber nass wie ich war. Als der Hotelier mir dann vor dem Essen noch Fantasiepreise nannte, da ich wohlweislich vorher fragte, rief ich im vollen Restaurant lautstark aus und ernaehrte mich von den Resten, die ich noch im Gepaeck hatte.

 

6,Mai 2009 104km 950Hm Pinarbashi - Gürün

Eigentlich gan erfolgreicher Tag, ausser eben.... aber das kommt spaeter. Erstmals nur gelengtliche Schauer, ansonsten trüb, nicht mehr ganz so kalt. Ich glaube, hier waere es wunderschön, nur sah ich wenig.Über zwei Paesse, erstmals auf 1900 müM, zum Abendessen zehn Km vor dem Tagesziel nochmals 1800m. übrigens war ich wirklicjh ab der Welt, ganze Strecke ke,ne Tankstelle, und das he,sst ,n der Türkei schon viel!!!!Fühlte mich gut und locker, und vertrug auch den Schneefall recht gut. Aber eines trübte mein Tag: Etwa 20km nach Pinarbası wurde ich plötzlich von einer Herde wilder Hund angegriffen: İch war absolut machtlos, und stand einfach hinter mein Fahrrad und wartete. Zum Glück kam ein laut hupender Laster, was die Tiere vertrieb; nachdem ich den Schrecken verarbeitet hatte, zog ich Bilanz: Ein zerfetzter Regenjackenaermel und etwa drei Bisse in rechten Wade. Hier in Gürün, der erste4n Zivilisation, wurde ich im spital gratis hervorragend betreut. Aber eben, organisatorisch eine neue Herausfoderung: İch muss die Tollwutimpfung noch vier Mal machen lassen in den naechsten zwei Wochen, und morgen nochmals vorbeischauen, darum bezog ich mitten im Nachmittag das naechstschlechteste Hotel, und warte hier in der Provinz den Abend ab.

 

7. Mai 2009 Bustransfer nach Ankara: 5km

Am Morgen nochmals Kontrolle ım Spital, danach Regen en mass: Plan geaendert. Werde heute schon nach Ankara fahren. Höhnischer Wettergot liess Sonne scheinen, als ich gerade in den Bus eınstieg... Dank Übersetzungsprogramm am Bılletschalter Billet nach Ankara gelöst (keine 20Fr., ınkl. 3Mal Getraenkeservice...)und Velo sicher versorgt , wunderschöne Busfahrt (fast gleiche Strecke, aber diesmal mit Sicht...). İn gleichem Hotel eıngecheckt. Habe dem Protier gesagt, letztesmal haette ich nur 25TL bezahlt, kein Problem. Also habe ich zuviel bezahlt letzte Woche....

Morgen zur Botschaft, danach, falls die Turkmenen Wort halten, um 21 Uh auf Nachtbus zurück....

 

8. Mai 2009 Ankara, Nachtbus zurück nach Gürün

Unglaublich, wie dieser Tag begann: Mann in Billethaeuschen verkaufte mir Billet, welches ich gar nicht brauchte! Danach zur Turkmenischen Botschaft. Er unsympathische war wieder anwesend. Sofort eingelassen, danach etwa halbe Stunde gewartet. Der zweite Botschafter, der freundliche, zeigte mir auf der Karte, an welchem Grenzposten ich einfahren und an welchem ich Ausreisen muss. Das Visum werde ich jetzt problemlos an der Grenze erhalten: Wenn die mich nur nicht verarschen.... habe mal der Schweizer Vertretung für Turkmenistan in Baku(Aserbejdschan) ein Mail gschrieben, ob das wirklich sein könne....

Heute Abend 21Uhr Bus nach Gürün. 8h, werde mitten in der Nacht ankommen, mal schauen, was mich da erwartet.

 

9. Mai 2009 106km 1800Hm Gürün-Ortaköy

Am halb sechs mit dem Bus aus Ankara angekommen, im bus kaum geschlafen, im Wartsaal noch etwa eine Stunde frierend geschlafen. Dann ins Spital für die Spritze und dann ab... Am Mittag und Abend Gewitter, ansonsten endlich mal schön, wenn auch kühl. Beeindruckende Nartur, aber 2 mal auf 1700 und 2 Mal auf 1800Meter hoch. Eigentlich wollte ich nach zwei Naechten ohne Dusche bis Malatyz ıns Hotel, als es aber mit wenig schlaf und 1800Hm ın den Beinen schon wieder hoch ging, zeltete ich im Aprikosengarten eines englischsprechenden Patrons eines Restaurants. Lustiger Abend im Restaurant...

 

10. April 2009 48km 250Hm Ortaköy-Malatya

11h ohne erwachen im Zelt geschlafen. Wundershönes, warmes Wetter. Locker nach Malatyz gerollt. Geschmückte Strassen, hunderte von Polizisten und Militaer am Strassenrand, abschrankungen... Haben die gewusst, dass ich komme? (Nein, Erdogan, der türkische Praesident war heute auch da....) Bei Deutschsprechendem Schnapshaendler ein Tee getrunken, Ahmet Özmen, einem NATO-Mitarbeiter, telefoniert, der mir im Nachtbus seine Nummer gegeben hatte, und danach mit Ihm und seinen Freunden gegessen, die Stadt besichtigt, Tee getrunken und mit aufgeschlossenen Türken über die Unterschiede zwischen der Türkei und der Schweiz diskutiert. Ganz spannender Nachmittag.

 

11. Mai 2009 105km 950Hm Malatyz-Elazig

Am Morgen lange geschlafen... ich kenne das: wenn ich an einem Ort so spannende Erlebnisse hatte, möchte ich gar nicht mehr weiter. Danach Aufstieg zwischen Aprikosenbaeumen, lange Abfahrt durch Aprikosenplantagen, dann fahrt an wunderschönem Stausee mit runderherum Aprikosenbaumen. Lange Kaffee getrunken mit ,blick auf See, und Bauarbeiter Danach 15km Aufstieg durch, ja, ich weiss, ich wiederhole mich. Einfahrt in chaotischeste Stadt, welche ich in der türkei sah. Von Polizei mit Blaulicht geleitet, auch über Rotlichter... 4 sterne, viel zu Nobel, aber wurde vor der Tür von der Polizei direkt übergeben... Okay, bezahlbar... also... und da bin ich nun.

 

12. Mai 2009 91km 950Hm Elazig - (60km vor Bingöl)

Boah, dieses Morgenbuffet... habe mich grosszügig bedient. Danach mit vollem Bauch hoch zur Geschichtstrachtigen Burg von Harput. 350Hm auf 5km. Ruine besichtigt, Kaffee getrunken, nach dem Mittag Aufbruch nach Bingöl. İn wunderschönem Restaurant direkt am See 4000km mit Eis gefeiert (ja, inzwischen ist richtiges Eiswetter). Bei Bauernhof zum Tee eingeladen, da mein Zelt gestellt. So liebe Leute, gemeinsames Nachtessen (natürlich nur unter Maenner), die zwei herzigen Töchter (ca. 10 J.), die micht richtig ins Herz geschlossen hatten, mussten verschwinden, sobald die Maenner assen. Superschöner Abend, obwohl wir uns nur rudimentaer unterhalten konnten. Spannender Einblick in eine kurdische Grossfamilie mit einem richtigen Patron.

 

13. Mai 2009 121km 1650Hm ???? - Solhan

Zum grosszügigen Zmorgen eingeladen, danach bis Bingöl ein harter Pass. Auf Abfahrt bei deutschsprachigem Kurden pausiert, der mal in Österreich arbeitete, und jetzt einen eigenen Skilift zu seinem Restaurant hat. İn Bingöl Tollwutspritze machen lassen. Danach Weiterfahrt Richtung Solhan. Hier im kurdischen Teil der Türkei extrem viel schlechtere Strassen, und vor allem andere Vortrittsregeln: Kühe auf der Strasse haben immer Vortritt!!!!! Letzter Pass hat mir die Kraft geraube, so dass ich froh war, ein Hotel zu finden, wenn auch das wohl schlechteste... aber eben einzige....

 

14. Mai 2009 59km 300Hm Solhan - Muş

Morgen über Pass, dann bis Muş über hochebene meine Staerke, das Rollen ausgespielt. Hotel mit Hoffentlich warmwasser, damit ich meine Waesche wieder mal machen kann. Nach so vielen Kontakten (auch heute: extrem viele Sprechen Deutsch) bin ich müde, und will heute einfach meine Ruhe...

 

15, Mai 2009  85km 400Hn Muş-Tatvan

Gute und schlechte News:

Die Strassen extrem schlecht, Pneu seitlich aufgschlitzt in Schlagloch, mit viel Wunderklebband und Liebe laeuft er aber wieder rund...

Mail von der Schweizer Botschaft für Turkmenistan: Tatsaechlich, alles in Ordnung mit meinem Visa...

Mail vom Tropeninstitut: Sie empfehlen mir dringend, auch die letzte İmpfung am 6. Juni noch zu machen... wenn ich keine Übersetzung oder İnfo für ein Spital in İran erhalte, muss ich in dieser Türkei, von der ich langsam genug habe, bis am 6. Juni bleiben...

Das türkische Volk ist wirklich wunderbar Gastfreundlich.... alle ausser die verfluchten Hoteliers, diese elenden Halsabschneider. Heute hat mir der Protier gezeigt 20TL, aber der Chef müsse das tun. Als ich Velo verraeumt und Zimmer bezogen hatte, kostete es plötzlich 40TL. Ohne Frühstück... ich habe in Mundart lautstark ausgerufen, ich glaube, die sind erschrocken... Meine Nerven mit solchen Leuten sind langsam aufgebraucht... İch glaube, die Organisieren Frühstück....

 

 

 16. Mai 2009 Tatvan-Gevaş 99km 1650Hm.

Am Morgen Hotel ohne Zmorgen verlassen, mein Fahrrad nach lautstarkem Fluchen ohne Hılfe des Portiers gepackt (İch weiss schon wie, Türken meinen, alles besser zu wissen....)

Wunderschöne, aber strenge Fahrt hoch nach 2231müM. Im Schnee gegessen. Abfahrt schrecklick, Strassen bestenfalls qualitaet eines drittklassigen Waldweges... Kurz vor Gevaş rannte mir einer winkend hinterher: Genervt fuhr ich weiter, bis ich sah, das muss ein Tourist sein. Tatsachlich, Simon aus GB undf İabelle aus Kanada, die von İhrem letzten Arbeitsort als Lehrer (Hongkong) hierherfuhren.. beinahe ein Jahr unterwegs sind, und mir eine Karte und den Reiseführer von İran schenkten... Manchmal bin ich ein Glückspilz

 

17,Mai 2007 Gevaş-Van 52km 200Hm

Am Morgen bereist um 4Uhr wach. Tatsaechlich scheint bereits die Sonne. Gemeinsam mit Simon und Isabelle gefrühstückt, danach locker nach Van gefahren. Zwei Deutsch mit kaputtem Töff getroffen, nette Jungs. Batterie für Veocompi gesucht... Morgen Spital und Bank, um weiterfahrt zu organisieren. Freue michh nach den Erzaehlunge von gestern soooooo auf İran

 

18. Mai 2009 Van-Gürpinar 70km 250Hm

Am Morgen Bank (Dollar). Spital (Übersetzung Rezept), Migros (Knorr-fertig-Produkte) und zufaellig ein laengeres Tee mit den beiden Deutschen Rentner von gestern. Sie haben ein Ersatzteil aus Deutschland bestellt, und warten... Danach 40km zurück (gaebe eine gebirgige Abkürzung, welceh mir von Simon abgeraten wurde) und links weg Richtung Iran. Nachmittags um 4 Probleme mit Schaltung. Nettes Motel gefunden, drei Stunden diverse Reperaturen (neue Bremsklötze, Schaltung gereinigt und eingestellt, mich von meinem Problemkind namens Continental verabschiedet. Simon hat mir am Vortag erzaehlt, er haette anfaenglich denselben darauf, und genau das selbe Problem.

 

19,Mai. 2009 Gürpinar-Baskale 60km 1150Hm (plus 40km auf Laster)

Herrlicher Morgen: Vor acht abgefahren, lcoker gestiegen, zwei İranische Velotouristen getroffen (Sportliches Velofahren ist in Iran anscheinend populaer,und auch mit kurzer Rennkleidung möglich.) Infos ausgetauscht: Sie haben mir vier Freunde an vier verschiedenen Orten angegeben, bei denen ich mich im Problemfall melden kann, ich habe Türkeikarte geschenkt und Velotipps gegeben.

Auf ca 2400müM wurde ich Opfer eines zu engen Überholmanovörs. Der Fahrer neben mir musste ausweichen und schubste mich mit seiner Stossstange über den Strassenrand hangabwaerts. Hilfsbereite Autofahrer und der vom schlechten Gewissen geplagte Fahrer namen sich meiner an, luden mein Fahrrad auf den Laster und ich fuhr zum naechsten Arzt. Linker Ellbogen, Schulter, Hüfte und Knie arg aufgeschürft, und viele kleine Bobos vom kleinen Finger bis zum Fuss. Bin danach noch 25km in die naechste Stadt mit Hotel gefahren, unter schmerzen, aber ohne Problem. Besser, sofort wieder zu bewegen. Aber am meisten schmerzt mich: İch überquerte den 2730m hohen Pass auf dem Lastwagen... nur 350Höhenmeter fehlten zu meinem bisher höchsten Pass in meinem Leben... Unglaublich: Baskale,eine richtige Kleinstadt, liegt auf 2400müM.

 

20,Mai 2009 Başkale-Yüsekova 86km 650Hm

Trotz Schmerzen super geschlafen. Anziehen ging weniger gut, dafür erstaunlicherweise das Velofahren. Einzig auf ds Winken musste ich verzichten, und Schlaglöcher, Schweiss in den Wunden  und das Aufsteigen auf das Fahrrad waren recht schmerzhaft. Ohne laenger Pause (ausser aufgezwungene beim Checkpoint) durchgefahren. Bereits um ein Uhr in Yüketsova, die 56km bis zur Grenze waeren ja noch locker zu bewaeltigen... Vernunft walten lassen und in ***Hotel, um unter hygienischen Bedingungen Waschen und neu verbinden zu können. Nur noch Wunde auf der Schulter ist richtig feucht, dien anderen sind mehrheitlich verkrustet.... Uebr;gens: unter den 200 Hotelausgewaehlten Radioprogrammen war ein deutschsprachiges: Radio Neo zwei aus dem Emmental, dass rund um die Uhr Schweizer Volksmusik spielt....

 

 

21. Mai 2009 Yuesekova-Ourumiyah 112km 1000Hm

Am Morgen noch letzter tuerkischer Pass, danach lange Abfahrt bis zu der Grenze. Iranischer Zoll war sehr hilfsbereit und nett. Danach Geld gewechselt: Zum Glueck habe ich mir den aktuellen Kurs aufgeschrieben. Direkt an der Grenze kein offizieller Geldwechsel' wollte meine kleinstmenge Lira aber noch wechseln. Der erste wollte mich um Faktor 20 betruegen' der zweite gab mir dann einen guten Kurs' dafuer zaehlte er einige zusammengelegte Noten doppelt....

Schoene Anfahrt, leider etwas spaet, da mir am Zoll anderthalb Stunden geklaut wurden. Nun habe ;ch gutes Hotel, nachdem ich beim ersten nach einem Betrugsversuche (gefaltete Noten) sofort die Koffer packte... ich bin lernfaehig.

 

22. Mai 2009 Ourumiya - Tabris 172km 200Hm

Am Morgen gegen zehn erst abgefahren. Rollerfaehigkeiten endlich wieder mal ausspielen koennen. Ueber neugebauten Damm quer durch den See, oder was davon noch uebrig ist. Bis Tabriz durchgezogen. Unter Mithilfe eines Bikers (Mitglied des Iranischen Cross-Country-Teams) Park gefunden, indem ich zelten kann. Bevor ich Zelt fertig gestellt hatte, wuder ich bereits von den Nachbarn zum Essen eingeladen. Habe danach noch mit Tomatennudeln Power fuer naechsten Tag vorbereitet.

 

23. Mai 2009 Tabris (18km)

UNGLAUBLICH> Iran ist so ganz anders, als gedacht. Auf der Suche nach einem Hospital von zwei Englisch-Studentinnen angsprochen worden. Haben mich zum Spital gebracht, alle Schreibarbeiten (kann ich ja nicht hier) erledigt, und mich zum Essen eingeladen. Als sie mich fragten, ob Sie mir die Stadt zeigen duerfen, zog ich es vor, zuerst ins ein Hotel zu gehen. Sie suchten mit mir eines, und danach durchquerten wir studenlang die Stadt und plauderten in einem Park ueber die Unterschiede Ihrer und unsere Kultur. Extrem spannend, und total anders, als alles, was ich in der Schweiz je ueber den Iran gehoert habe. Politics and Life are two very different things in Iran.

 

24. Mai 2009 Tabris - Ziri 153km 1350Hm

Morgen erstmals heiss und dunstig, fahrt ueber Pass (2200m). In Bostanabad zur Feier des Tages (endlich 5000km) Erdbeeren gekauft. Danach ueber gruene wellige Hochebene. Halber Pass am Abend, mit Blick aufs ganze Tal und Untergehende Sonne gecampt und mitgegebene Reste vom gestrigen Mittagessen gewaermt.

 

25. Mai 2009 ziri - Ardabil 82km 450Hm

Als ich den Kopf aus dem Zelt streckte...Wetterwechsel. Der gute Wind von gestern Gegenwind, kuehl und bewoelkt. Jackenwetter. Pass fertig gefahren, danch Abstecher nach Serein, Thermalbadeort. Voellig touristisch, nichts fuer mich. Also sofort weiter... aber die Strasse war ja eine Geroellhalde, schlimmer als schlimm. Und dann ein voellig zerstoerter Ort. Ein Englischkundiger klaerte mich auf- Nach dem Erdbeben 2000 wurde dieser Ort "aufgegeben" und neu erstellt, die auf meiner Karte eingezeichnete Strasse blieb ein Truemmerhaufen... Toll, bergauf zurueck, ein Tee beim "Bergfuehrer"(der mich nach Kontakten zu Schweizer Bergsteigern fragte) und zurueck auf die Hauptstrasse. Inzwischen stuermischer Gegenwind. Teueres Hotel, um endlich zu rasieren..

 

26.Mai 2009 Ardabil - Lavandvil 92km 350Hm

Gegenwind, Sturm, letzter kleiner Pass (35km) in 5h. Eingepackt wie bei einer Arktisexpedition, etwa wie bei Fohnsturm ueber den Gotthard, sogar bei kleinen Abfahrten kein 15km/h. Oben durch Tunnel (unbelueftet, mmh) und dann durch Nebel runter. brrr. Unen besser, 16oo Hoehenmeter Abfahrt ohne zu Treten. Unten Reisfelder ohne Ende. Bin ich schon in China? Direkt am Meer (2m) gecampt, vom Rauschen der Wellen eingelullt.

 

27. Mai 2009 Lavandvil - Bandar'e Anzali 135km 250 Hm

Lockerer Velotag durch leider enge, aber lastwagenreiche Strassen. Reisfelder ohne Ende. In Bandar Anzali im Guesthous. Grosseinkauf, 250g loeslicher Kaffee kostet fast gleich viel wie das Guesthouse... Morgen Geldwechsel, dann der Kuese nach weiter.

Uebrigens, wer meint, Kopftuchzwang in Iran bedeute keine Mode... NEIN! Unglaublich, welche haartechnischen Kunstwerke die Fraune hier am Meer auf dem Vorderkopf tragen, nur um noch so leger ei n Kopftuch am Hinterkopf festzumachen.

 

28. Mai 2009 Bandar Anzali - Ramsar 153km 150Hm

Hoher Heiliger Tag. Fast alles geschlossen. Vor allem Geldwechseln verboten. Huch, wie soll ich das ueberleben. Touristenhotels abgeklappert, Oesterreicher gefunden, der mir Euro wechselte. Uff. Heute war nicht mein Tag, kam nie so richtig ins Rollen. Viele Reisfelder gesehen, einige Doerfer dazwischen. Hauptstrasse mehrheitlich ausgewichen. Am Abend wunderschoener, belebter Park direkt am Meer, Studentinnen haben mich angesprochen, interessant, mussten aber um 9Uhr im Wohnheim sein....

 

29. Mai 2009 Ramsar -Nowsar 93km 100Hm.

Lockerer Tag. Lange geschlafen, erst gegen zehn abgefahren. Bereits um 4Uhr da, am Strand gekocht (feiner Gemuesereis...) und geschwatzt, danach Hotel. Morgen harter Tag, alles berghoch...

 

30. Mai 2009 Ruhetag

Ueberraschung beim Morgenessen. Reporter der Irna, Islamic Republic News Agency erwartet mich: Fotosession, Interview und Anfrage fuer ein Fernsehportrait am Abend. Okay, mache ich, ist wohl eine einmalige Chance, am Nationalen Iranischen Fernsehen zu erscheinen.

Zweiter Teil: Redaktionssitzung im Hotel, danach fahrt durch den Kreisel mit von der Polizei dosiertem Verkehr (damit ich gut durchkomme, aber es trotzdem echt aussieht, Interview in der Mitte des Kreisels mit leider etwas ueberforderter Uebersetzerin. Baoh, ich werde beruehmt

 

31. Mai 2009 Nowshar - Berge.... 72km 1550Hm

Am Morgen Visite beim Buergermeister der Stadt mti Fototermin fuer die Presse, schliesslich bringe ich Nowshare ins Nationale Fernsehen. Als Geschenk gabs etwas nuetzliches fuers Camping. Was mag wohl in dieser Schachtel sein? Nachdem Mitttag fahrt nach Challus, eben, ab Challus Berg. Eine Stunde wartezeit wegen gesperrter Strasse, danach bis 19Uhr gefahren. Unbeschreibliche Natur, so traumhaft enge Schluchten und Taeler mit riesigen Bergen, dass ich wie von alleine hochfuhr. Bei einem Restaurant auf dem Parkplatz gezeltet, einzige flache Stelle seit einer halben Stunde. Im Zelt mein nueztliches Geschenk geoeffnet: Ein Handstaubsauger mit akkubetrieb... soll ich den immer mitfuehren?

Neuigkeit

Ostersamstag, 3. April 2010

Bilder und Geschichten im Brauiturm, 19.30Uhr

 

27. Und 28. November 2009 Konzert der Harmonie Hochdorf, ich darf den ersten Teil gestalten....

 

31. Juli 2009

Nach erster Nacht im eigenen Bett -Fotos Kirgistan und Usbekistan hochgelande

 

27. Juli 2009

Bishkek.....

Fotos Usbekistan Teil 2 und Kirgistan (sooooo schoen....) erst Anfangs August. Sorry, aber Bilder hochladen ist hier unmoeglich teuer (1MB fast 1$)

 

23. Juli 2009

Am oestlichsten Punkt meiner Reise angelangt. Jetzt gehts im Touristentempo zurueck nach Bishkek, und schon bald habt ihr mich wieder....

 

21. Juli 2009

Nach dem langen, ungewissen warten macht das Fahrradfahren Spass. Kirgisien ist traumhaft, die Berge sensationell (ersten 3200erPass gefahren...), die Natur ein Traum, und wildes Campen unbeschreiblich. Leider kann ich hier keine Bilder hochladen, Internet steckt da noch in den Kinderschuhen.

 

10. Juli 2009

NEEEEIIIIIIIIIIIIIII, Zettel an der kirgisien Botschaft, heute geschlossen. Visum Montag. Spontan neu entscheiden. Wahrscheinlich jetzt, bald Mittag, no einisch is Hotel met Pool, denn zwee Taeg fahre, ond met em Bus zrogg gos Visum hole....

 

9. Juli 2009

So, morgen gehts wieder aufs Rad, endlich. Habe mich schweren Herzens damit abgefunden, dass ich nicht nach China kann (ist wohl momentan auch besser...)Fahre jetzt, sobald ich morgen das Visum habe, Richtung Bishkek, werden noch das Naturreservat yssz kol besuchen, den See umrunden und dann ab in die Schweiz.

Flug gebucht: Bishkek Zurich via Istanbul, Ankunft Donnerstag, den 30. Juli 2009 um 17Uhr.

 

8.Jul 2009

Endlich Internetkaffee, wo ich Bilder hochladen konnte. NEUE BILDER USBEKISTAN

News aus der Chinesischen Botschaft: Ich wer heute morgen da, stellen im Augenblick keine Visa aus fuer Einreise auf dem Landweg. Wer nach Westchina will muss fliegen...

 

7. Juli 2009

So kurz vor China, und dann diese Nachrichten.... nach unbestaetigten Medieninformationen ca.100 Tote in Kashgar... Mir ist ums Weinen... jetzt bin ich bis hierher gefahren, und habe mit Behoerden gekaempft, und zum Schluss muss ich meinen Traum, in 4Monaten nach China zu fahren, keine 300km Luftlinie von China einfach beerdigen. Mal schauen, Morgen fahre ich nochmals zur Botschaft, und schaue, was passiert, aber ich glaube kaum mehr daran....

Noch bis Freitag sitze ich hier fest, dann geht es weiter, egal ob mit oder ohne China-Visa...

Kashgar soll noch ruhig sein, den Flug in die Schweiz habe ich mir mal von einem Schweizer Reisebuero heraussuchen lassen, ich glaube, ich fahre trotzdem nach China....